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Freie Universität Berlin

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Eva-Wolzendorf-Fonds: Studienstipendien

Allgemein

Wer war Eva Wolzendorf?

Eva Luise Dorothea Wolzendorf, geboren am 01.06.1910 in Rixdorf, vermachte mit ihrem Tod am 22.06.1993 ihr gesamtes Vermögen der Freien Universität Berlin. Dort hatte sie Mathematik, Biologie und Physik studiert.

1930 machte Eva Wolzendorf Abitur. Während ihres Studiums war die junge Frau auf eine Studienbeihilfe des Jugend- und Wohlfahrtsamtes (später des Landes Berlin) angewiesen, da ihr Vater früh verstorben und ihre Mutter arbeitslos war.

Eva Wolzendorf stand der SPD und der sozialistischen Studentenschaft nahe, trat aber, um ihre wissenschaftliche Ausbildung zu retten, dem NSLB (=Nationalsozialistischer Lehrerbund) bei. 1937 bestand Eva Wolzendorf das Staatsexamen, 1939 das Assessorexamen.

Ohne die Mitgliedschaft in der NSDAP hatte Eva Wolzendorf in Berlin jedoch keine Aussicht auf eine Anstellung. Sie fing deshalb als Lehrerin in einer Oberschule für Jungen in Straußberg an. Dann ermöglichte ihr der Berliner Lehrermangel einen Wechsel an eine Tegeler Schule . Die Ernennung zur Studienrätin wurde ihr verwehrt, da sie es weiterhin ablehnte, der NSDAP beizutreten. Sie ließ sich nach Steglitz versetzen, wo sie verantwortlich für Kinderlandverschickungen war. 1944 wurde sie schließlich Studienrätin, wodurch sie sich und ihre Mutter finanziell absichern konnte.

In der Nachkriegszeit gab Eva Wolzendorf neben ihrem Hauptberuf Kurse an der Volkshochschule und Privatunterricht, um ihre finanzielle Selbstständigkeit zu erhalten und darüber hinaus ihre Mutter und ihre hilfsbedürftig gewordene Tante zu unterstützen.

1947 wurde Eva Wolzendorf eine Schulleiterstelle in Neukölln angeboten, die sie jedoch mit der Begründung, sie habe mehr Spaß am Unterricht als an organisatorischer Tätigkeit, ablehnte.

Mitte der achtziger Jahre entschied sich Eva Wolzendorf, mit ihrem Erbe von mehreren hunderttausend Mark Studierende der Mathematik in Form eines Stipendienfonds zu unterstützen.

Art der Förderung

Förderlinien

Der Eva-Wolzendorf-Fonds wird zwei unterschiedlichen Förderzwecken folgend vergeben. Die erste Förderlinie fördert geschlechtsunabhängig geeigneten mathematischen Nachwuchs, während die zweite Förderlinie gezielt der Erhöhung des Frauenanteils in der Mathematik dient.

Die Förderung erfolgt für zwei Semester und ist um ein weiteres verlängerbar, wenn glaubhaft aufgezeigt werden kann, dass der Studienabschluss innerhalb des weiteren Semesters erreicht werden kann.

Die Förderung schließt Nebentätigkeiten, mit Ausnahme der Nebentätigkeit als studentische Hilfskraft am Fachbereich Mathematik, aus, um sicherzustellen, dass die geförderte Person sich voll auf die Erreichung des Studienabschlusses konzentrieren kann.

Voraussetzungen

Für wen ist das Stipendium geeignet?

Das Eva-Wolzendorf-Stipendium richtet sich an angehende Akademikerinnen und Akademiker in der Mathematik, die kurz vor dem Studienabschluss stehen. Das Stipendium ist für deutsche Studierende im Haupt- oder Masterstudium der Freien Universität gedacht. Als Voraussetzungen für die Gewährung des sich am BAföG orientierenden Förderbetrags sind neben überdurchschnittlichen Leistungen oder einer überdurchschnittlichen Eignung, die Förderungsbedürftigkeit nachzuweisen. Der Eva-Wolzendorf-Fonds wird zwei unterschiedlichen Förderzwecken folgend vergeben. Die erste Förderlinie fördert geschlechtsunabhängig geeigneten mathematischen Nachwuchs, während die zweite Förderlinie gezielt der Erhöhung des Frauenanteils in der Mathematik dient.

Bewerbung

Was ist für eine Bewerbung notwendig?

Anträge können laufend eingereicht werden.

Antragsfristen

sind der 28.02. für den Förderbeginn zum 01.04.
und der 31.08. für den Förderbeginn zum 01.10. eines Jahres.

Dem formlosen Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • tabellarischer Lebenslauf mit Angaben zum bisherigen Studienverlauf,
  • gültige Immatrikulationsbescheinigung,
  • Darstellung und Nachweis der Vermögens- und Einkommensverhältnisse
  • Nachweis über den Abschluss des Grundstudiums (Diplomvorprüfung/Zwischenprüfung) oder eines Bachelor-Abschlusses.

Anträge auf Studienförderung sind zu richten an:

Das Dekanat des Fachbereichs Mathematik und Informatik
Arnimallee 14
14195 Berlin,

die Zentrale Frauenbeauftragte der Freien Universität Berlin
Mechthild Koreuber
Gosslerstr. 2-4
14195 Berlin

oder an:

die dezentrale Frauenbeauftragte des Fachbereichs Mathematik und Informatik

Dr. Anette Dietrich
Ulrike Eickers (Stv., kommissarisch)
Arnimallee 14, Raum 0.2.22
14195 Berlin
Telefon: +49 30 838758-75
E-Mail: frauenbeauftragte-mi@fu-berlin.de

Bewerbungsfrist: jeweils zum 28.02. und 31.08. eines jeden Jahres.

Weitere Informationen

Förderungskategorien

  • Allgemeine Förderung (Lebenshaltungskosten)

Zielregionen

  • Deutschland

Zielgruppen

  • Frauen

Bildungsphase

  • Studium

Angestrebter Abschluss

  • Bachelor
  • Master
  • Diplom

Geförderte Fachrichtungen

  • allgemein: Mathematik, Naturwissenschaften

Kontakt

Freie Universität Berlin
Garystr. 45
14195 Berlin

Telefon: +49 30 838 56671
Telefax: +49 30 838 56672
E-Mail:
Internet: www.fu-berlin.de/bprogram

Ansprechpartner

Wolfgang Multhaupt
Telefon: +49 30 83852-103
Telefax: +49 30 83853-227
E-Mail:
Internet: www.fu-berlin.de/sites/frauenbeauftragte/foerdern/stipendien/Wolzendorfstipendium/index.html

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