Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Friedrich-Ebert-Stiftung

Promotionsförderung für Deutsche und Bildungsinländer_innen

Allgemein

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist die älteste politische Stiftung in Deutschland. Sie wurde 1925 gegründet und ist den Grundwerten der sozialen Demokratie verpflichtet: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Diesen Auftrag verfolgt die Stiftung weltweit – durch politische Bildungsprogramme, Begabtenförderung, Forschung und internationale Zusammenarbeit.

In der Begabtenförderung der FES werden jährlich rund 2500 Studierende und Promovierende gefördert. Ziel ist, jungen, überdurchschnittlich begabten und gesellschaftspolitisch engagierten Menschen durch ein Stipendium den Zugang zu Studium und Forschung zu ermöglichen. Da die Förderung von Chancengleichheit im Bildungssystem ein wichtiges Ziel der Friedrich-Ebert-Stiftung ist, richtet sich das Stipendienprogramm besonders auch an junge Menschen, die als erste aus ihrer Familie studieren und/oder einen Migrationshintergrund haben.

Art der Förderung

Wir glauben, dass wissenschaftliche Exzellenz vom Austausch mit anderen Disziplinen lebt. Oft fehlt Promovierenden dazu die Gelegenheit. Ihre Arbeit ist meist Soloarbeit – unterstützt lediglich durch eine Betreuerin/einen Betreuer. Unsere Stipendiat_innen nehmen an Doktorandenkolloquien teil: Sie stellen ihre Arbeiten vor und diskutieren mit Teilnehmenden aus unterschiedlichen Fächern.

Aktuelle Politik und die Sensibilität dafür – für uns ein wichtiger Faktor – sind ebenfalls Themen in den Kolloquien. Unsere Doktorand_innen lernen, über ihr Promotionsprojekt hinaus zu sehen und gesellschaftspolitische Relevanzen in den Blick zu nehmen. Unsere Absolvent_innen finden später leichter Ansprechpartner_innen in verschiedenen Berufsgruppen und wissenschaftlichen Disziplinen.

Wir bieten unseren Doktorand_innen auch die Möglichkeit, ihre Arbeiten einem größeren Fachpublikum zu präsentieren: Auf Fachtagungen laden wir Expert_innen aus Politik und Wissenschaft ein. Die Doktorand_innen sprechen dort über ihre Forschung und erhalten hochwertiges Feedback. Vergangene Fachtagungen standen unter den Themen "Migration und Integration" sowie "Gesellschaftlicher Wandel".

Als Stipendiat_in unserer Promotionsförderung haben Sie zudem dieselben Vorteile wie in der Grundförderung: finanzielle Sicherheit, fachliche Ansprechpartner, Vernetzung in Hochschulgruppen und Arbeitskreisen sowie ein umfassendes Seminarprogramm.

Persönlich werden sie von den Mitarbeiter_innen der Studienförderung betreut, die informiert und engagiert ihr Studium begleiten.Unsere Hochschulgruppen bieten Raum für den gesellschaftspolitischen Einsatz der Stipendiat_innen. Mentor_innen teilen ihre Erfahrungen, geben Tipps und unterstützen die Studierenden individuell.

Stipendiat_innen erhalten monatlich 1.350 Euro. Hinzu kommt eine monatliche Forschungskostenpauschale von 100 Euro. Wir fördern zwei, maximal drei Jahre.

Voraussetzungen

Bewerben können sich alle, die zur Promotion an einer deutschen Hochschule ohne weitere Auflagen zugelassen sind – mit Ausnahme des Fachbereichs Medizin.

Der persönliche Einsatz für die Gesellschaft hat bei uns einen hohen Stellenwert. Als politische Stiftung erwarten wir von unseren Stipendiat_innen neben überdurchschnittlichen Studienleistungen ein unseren Werten entsprechendes Engagement, z.B. Mitarbeit in der Fachschaft, Jugendarbeit, Mitwirkung in Verbänden und NGOs oder in zum Umfeld der Friedrich-Ebert-Stiftung passenden politischen Organisationen.

Darüber hinaus gibt es mehr als 60 Hochschulgruppen im In- und Ausland, die die Geförderten weitgehend selbst organisieren. Die Gruppenmitglieder treffen sich regelmäßig, tauschen sich aus und setzen eigene Themenschwerpunkte. Jede_r Stipendiat_in kann sich aktiv in die Gruppen einbringen.

Die Förderung richtet sich an Doktorand_innen, die an einer staatlichen oder staatlich anerkannten deutschen Hochschule ohne Auflagen zur Promotion zugelassen sind. Sie sollten Ihr Studium mit überdurchschnittlichem Ergebnis zügig abgeschlossen haben. Ihr wissenschaftliches Vorhaben sollte einen bedeutsamen Beitrag zur Forschung leisten. Zusätzlich erwarten wir noch ein ausgeprägtes gesellschaftspolitisches Engagement.

Bewerbung

Sie können sich jederzeit selbständig unabhängig von der Fachrichtung (ausgenommen sind Promotionen im Fachbereich Medizin) bei uns bewerben. Die Dauer des Bewerbungsverfahrens beträgt ungefähr drei bis sechs Monate.

Vier Schritte führen zur Förderung:

Schritt 1:
Füllen Sie einfach unsere Online-Bewerbung aus. Wir stellen Ihnen einige Fragen zu Ihrem beruflichen und familiären Hintergrund – weitere Unterlagen sind noch nicht erforderlich. Sollten Sie sich unsicher fühlen oder Gesprächsbedarf im Vorfeld der Bewerbung haben, können Sie sich an unsere rund 480 Vertrauensdozent_innen wenden.

Schritt 2:
Sollten Sie für ein Stipendium in Frage kommen, fordern wir weitere Unterlagen per E-Mail an: zwei Fachgutachten von Hochschullehrer_innen sowie Informationen über Ihre bisherige Ausbildung und Ihr gesellschaftspolitisches Engagement. Bei Studienanfänger_innen im ersten Hochschulsemester reichen Gutachten ehemaliger Lehrer_innen; zudem müssen Studienanfänger_innen in diesem Schritt die Berechtigung, den BAföG-Höchstsatz zu erhalten, nachweisen.

Bitte beachten Sie: Nach unserer Aufforderung sollte es - auch in Ihrem Interesse - schnell gehen. Für das Hochladen der Unterlagen haben Sie dann drei Wochen Zeit, für die Gutachten ggf. nach Rücksprache mit uns sechs Wochen. Wir raten Ihnen, die Unterlagen schon zusammen zu stellen, während Sie auf unsere Rückmeldung warten.

Eine Liste der benötigten Unterlagen sowie Hinweise zur Erstellung von Gutachten finden Sie unter: http://www.fes.de/de/studienfoerderung/bewerbung/wie-laeuft-der-bewerbungsprozess-ab/.

Schritt 3:
Falls Sie in die engere Auswahl kommen, möchten wir Sie auch persönlich kennen lernen. Wir laden Sie zu zwei Gesprächen ein: mit einem Vertrauensdozenten bzw. einer Vertrauensdozentin aus Ihrem Fachbereich und mit einem Mitglied unseres Auswahlausschusses.

Schritt 4:
Der Auswahlausschuss fällt die endgültige Entscheidung über die Aufnahme in eines unserer Programme. Der Ausschuss tagt mehrmals jährlich.

Weitere Informationen

Förderungskategorien

  • Allgemeine Förderung (Lebenshaltungskosten)
  • Ideelle Förderung

Zielregionen

  • Deutschland

Bildungsphase

  • Promotion

Angestrebter Abschluss

  • Interne Promotion
  • Externe Promotion

Geförderte Fachrichtungen

  • alle Fachrichtungen

Kontakt

Friedrich-Ebert-Stiftung
Godesberger Allee 149
53175 Bonn

Telefon: +49 228 883-8000
Telefax: +49 228 883-9225
E-Mail:
Internet: www.fes.de/studienfoerderung

Ansprechpartner

Pia Bungarten
Telefon: +49 228 883-0
Telefax: +49 228 883-9225
E-Mail:
Internet: www.fes.de/de/studienfoerderung/promotionsfoerderung-fuer-deutsche-und-bildungsinlaender-innen/

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