Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Hochschule für Philosophie München

Promotionsstipendium zu (inter-)kulturellen Implikationen des Kinderschutzes und des Missbrauchs

Allgemein

Die Hochschule für Philosophie (HFPH)/Lehrstuhl Intercultural Social Transformation (IST), München, schreibt im Rahmen ihrer Forschungskooperation mit der Päpstlichen Universität Gregoriana (PUG)/dem Center for Child Protection (CCP), Rom, ein Promotionsstipendium zu (inter-)kulturellen Implikationen des Kinderschutzes und des Missbrauchs aus. Es handelt sich dabei um eine Promotion in Philosophie, die ein fundiertes philosophisches Wissen voraussetzt. Das Stipendium beträgt 1.500 €/Monat für max. 2,5 Jahre.
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Der Lehrstuhl IST befasst sich vor allem mit der (inter-)kulturellen Dimension von gesellschaftlichen und personalen Transformationsprozessen. Dies geschieht durch die Arbeit an konkreten Sachfragen bzw. Projek-ten, deren Vollzug philosophisch reflektiert wird, um Kriterien und Paradigmen gelingender Transformation herauszuarbeiten. Die Projekte des Lehrstuhls fußen auf kollaborativen Vorhaben, die der internationalen Vernetzung universitärer Einrichtungen dienen soll.
Das Center for Child Protection ist auf vielfältige Weise international und interkulturell tätig. Dies ist aus strategischen, moralischen, theologischen sowie entwicklungs- und gesellschaftspolitischen Gründen geboten und erfordert ein kultursensitives und selbstreflektiertes Vorgehen, gerade was die interkulturelle Kommunika-tion sowie Kooperation mit dem Fokus des Kinderschutzes/Safeguarding angeht.

Themenschwerpunkt bzw. Forschungsfragen:
Vor diesem Hintergrund richtet sich das Stipendium an Promovend*innen, die sich mit folgenden Themen bzw. Fragen befassen möchten und dafür entsprechende Vorkenntnisse mitbringen:

- Wie kann Kinderschutz und Missbrauchsprävention bzw. die Vermittlung wichtiger Prinzipien dafür kul-turell sensitiv und dialogisch, d.h. „auf Augenhöhe“ geschehen? Welche Hindernisse gibt es auf persönli-cher, sozio-kultureller, gesellschaftlicher, politischer, ökonomischer Ebene und vor dem Hintergrund ge-schichtlicher Erfahrungen (z.B. Kolonialismus)?

- Welche Basis- oder Schlüsselbegriffe spielen für die interkulturelle Vermittlung des Kinderschutzes eine besondere Rolle? Welche Bedeutung haben dabei Begriffe, die Macht- und/oder Tabuzonen markieren (z.B. Sexualität, Missbrauch, Geschlechterrollen, Religion, Gewalt, Macht, Kindheit)?

- Wie lässt sich im Zusammenhang von Missbrauch und Kinderschutz die Kluft zwischen Allgemeingül-tigkeit (z.B. Menschenrechte) und kultureller/religiöser Selbstbestimmung überwinden? Wie kann man allgemeine Prinzipien begründen, ohne essentialistisch/kolonialistisch vorzugehen bzw. wie kann man kulturelle Spezifika würdigen, ohne menschenrechtliche Standards aufzugeben? Welche Möglichkeiten der Vermittlung zwischen diesen beiden Polen kann es im Zusammenhang von Kinderschutz geben?

- Welche Rolle spielt die röm.-katholische Kirche in ihrer Struktur, Tradition, Spiritualität, u.a. bei der Missbrauchsprävention und dem Kinderschutz auf globaler Ebene (fördernd und hemmend)?

- Inwiefern sind die bestehenden Angebote des CCP kultursensitiv? Welcher „hermeneutische Rahmen“ und welche (kulturellen) „Trägheitsmomente“ prägen die Arbeit des CCP? Wie könnte die Forschungsar-beit dazu beitragen, dass das CCP mit seinem Anliegen theoretisch und wissenschaftlich einem interkultu-rellen Anspruch genügt, sowie lebenspraktisch in unterschiedlichen kulturellen Kontexten wichtige Trans-formationsprozesse bezüglich eines nachhaltigen und kongruenten Kinderschutzes anregen kann?

Art der Förderung

Das Stipendium beträgt 1.500 €/Monat für max. 2,5 Jahre

Voraussetzungen

Der Zugang zur Promotion an der Hochschule für Philosophie ist je nach den bereits erworbenen Abschlüssen unterschiedlich. Voraussetzung sind Philosophiekenntnisse, die durch einen Master in Philosophie (300 ECTS-Punkte) nachgewiesen werden müssen.
Kandidat*innen ohne diese Vorkenntnisse (mit Master-Abschluss in einem anderen Fach) können nur nach einer Zusatzprüfung in systematischer Philosophie und Philosophiegeschichte zur Promotion zugelassen wer-den. Dies kann einen erheblich höheren Zeitaufwand erfordern (i.d.R. Vorbereitung durch das Philosophicum an der HFPH). Zudem müssen im Promotionsstudium 6 Hauptseminarscheine (anstatt 4) erbracht werden. In diesem Fall kann das Stipendium mit 1.000 €/Monat auf 3,75 Jahre (45 Monate) gestreckt werden.
Weitere Informationen dazu gibt es hier: https://www.hfph.de/studieninteressierte/promotion/einschreibung-promotion.

Bewerbung

Für die Bewerbung sind folgende Unterlagen einzureichen:
- Ausführlicher Lebenslauf
- Motivationsschreiben mit einer Begründung der fachlichen Eignung (max. 2 Seiten)
- Zeugnisse, insbes. Nachweis eines Hochschulabschlusses (B.A./M.A.) mit mind. 300 ECTS-Punkten
- Bei ausländischen Bewerber*innen: Nachweis hinreichender Deutschkenntnisse (mind. C1)
Die Auswahl der Kandidat*innen erfolgt durch ein Fachgremium bestehend aus der Lehrstuhlinhaberin von IST sowie dem Präsidenten des CCP und die von ihm beauftragten Mitarbeiter*innen. Sie erfolgt einvernehmlich zwischen den Partnern vorbehaltlich der erfolgreichen Zulassung zur Promotion an der HFPH.

Rückfragen und Einreichung der Bewerbung:
Bewerbungen (als eine pdf-Datei) sind an folgende Adresse zu senden:
Prof. Dr. Schellhammer, Hochschule für Philosophie: barbara.schellhammer@hfph.de

Bewerbungsfrist: 31.12.2020

Weitere Informationen

Förderungskategorien

  • Allgemeine Förderung (Lebenshaltungskosten)

Zielregionen

  • Deutschland

Bildungsphase

  • Promotion

Geförderte Fachrichtungen

  • Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung: Philosophie

Kontakt

Hochschule für Philosophie München
Kaulbachstr. 31
80539 München

Telefon: 089-2386-2359
E-Mail:
Internet: www.hfph.de/forschung/wissenschaftliche-einrichtungen/globalefragen/nachrichten/promotionsstipendien

Ansprechpartner

Einsiedel, Stefan
Telefon: 089-2386-2359
E-Mail:
Internet: www.hfph.de/forschung/wissenschaftliche-einrichtungen/globalefragen/nachrichten/promotionsstipendien

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