Bundesministerium für Bildung und Forschung
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August-Schmidt-Stiftung

Ausbildungsbeihilfe

Allgemein

Anlass zur Gründung der August-Schmidt-Stiftung war eines der schwersten Grubenunglücke in der Geschichte des deutschen Bergbaus. Am 7. Februar 1962 kamen auf der Schachtanlage Luisenthal im Saarland 299 Bergleute ums Leben; 87 weitere wurden schwer verletzt. Die tödlich verunglückten Bergleute hinterließen 365 Halbwaisen. Der Vorstand der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie (IGBE) beschloss in einer Sondersitzung am 12. Februar 1962, unter dem unmittelbaren Eindruck der Katastrophe auf der Schachtanlage Luisenthal, eine Einrichtung zu schaffen, die im Besonderen den Hinterbliebenen einzeln oder in kleinen Gruppen im Bergbau tödlich verunglückter Arbeitnehmer angemessene Hilfe gewähren sollte. Am 25. April 1962 wurde in Sulzbach/Saar die August-Schmidt-Stiftung mit Sitz in Bochum gegründet. Die Stiftung erhielt den Namen des ersten Nachkriegsvorsitzenden der IGBE, August Schmidt, der mit 84 Jahren noch Mitglied des Kuratoriums wurde.

Art der Förderung

Die Höhe des Beihilfehöchstsatzes wird in Anpassung an die Leistungen des Rentenanpassungsgesetzes jährlich vom Kuratorium beschlossen.
Ab dem 1. Juli 2017 beträgt der Beihilfehöchstsatz 850,00 Euro.
Außerdem wird bei Neuaufnahme für jede Waise eine Einmalzahlung gewährt.

Die Waisen erhalten ab Eintritt des Leistungsfalls bis zum 27. Lebensjahr eine Beihilfe für ihre Erziehung, Aus- und Fortbildung.

Voraussetzungen

Um eine Ausbildungsbeihilfe durch die August-Schmidt-Stiftung zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden:
In die Betreuung der Stiftung kann nur diejenige Waise kommen,

  • die eine Rente der Berufsgenossenschaft bezieht (Anerkennung eines Arbeits- / Wegeunfalles oder einer Berufskrankheit),
  • die sich in der Erziehung, Aus- und Fortbildung (einschließlich Studium, Bundesfreiwilligendienst, FSJ / FÖJ) befindet und
  • deren persönliches Einkommen den Beihilfehöchstsatz nicht übersteigt.

Zum persönlichen Einkommen der Waise gehören

  • die Rente aus der Unfallversicherung,
  • die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung
  • sowie ein evtl. Verdienst (z. B. Berufsausbildungsvergütung).

Bewerbung

Die August-Schmidt-Stiftung erhält in der Regel Kenntnis von tödlichen Arbeits-/ Wegeunfällen, die sich im gesamten Organisationsbereich der IG Bergbau, Chemie, Energie ereignen, über

  • die Betriebsräte aus den jeweiligen Unternehmen und
  • die zuständigen Bezirke der IG Bergbau, Chemie, Energie.

Darüber hinaus ist die Stiftung für weitere Hinweise jeder Art, auch über den Tod von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die aufgrund einer anerkannten Berufskrankheit verstorben sind, dankbar.

Anfragen und Anrufe können auch direkt an die August-Schmidt-Stiftung, Alte Hattinger Straße 19, 44789 Bochum, Telefon: +49 234 319-114, Telefax: +49 234 319-514, E-Mail: august-schmidt-stiftung@igbce.de, Internet: http://www.august-schmidt-stiftung.de gerichtet werden.

Weitere Informationen

Förderungskategorien

  • Allgemeine Förderung (Lebenshaltungskosten)

Zielregionen

  • Deutschland

Zielgruppen

  • Waisen

Bildungsphase

  • alle Bildungsabschnitte

Angestrebter Abschluss

  • alle Bildungsabschlüsse

Geförderte Fachrichtungen

  • alle Fachrichtungen

Kontakt

August-Schmidt-Stiftung
Alte Hattinger Str. 19
44789 Bochum

Telefon: +49 234 319-114/115
Telefax: +49 234 319-514
E-Mail:
Internet: www.august-schmidt-stiftung.de

Ansprechpartner

August-Schmidt-Stiftung
Telefon: +49 234 319-114
Telefax: +49 234 319-514
E-Mail:
Internet: www.august-schmidt-stiftung.de/ausbildungsbeihilfe.php

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