Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Universität Heidelberg, Historisches Seminar, Forschungsstelle Antiziganismus

Romani Rose-Fellowship

Allgemein

Die Forschungsstelle Antiziganismus ist am Historischen Seminar der Universität Heidelberg angesiedelt. Sie beschäftigt sich mit Ursachen, Formen und Folgen des Antiziganismus in den europäischen Gesellschaften vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Untersucht werden allen voran Mechanismen der Vorurteilsbildung und Praktiken der Diskriminierung. Die Einrichtung der Forschungsstelle geht auf einen Staatsvertrag zurück, den der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, und das Land Baden-Württemberg im November 2013 geschlossen haben und der im November 2018 erneuert wurde.

Ein neu eingerichtetes Stipendium im Bereich der Antiziganismus­forschung wird erstmals zum Wintersemester 2019/2020 am Historischen Seminar der Universität Heidelberg ausgeschrieben. Das „Romani Rose-Fellowship“ ist mit einer Fördersumme von 20.000 Euro ausgestattet und wendet sich an Doktoranden sowie Postdoktoranden aus den Ländern der Europäischen Union. Mit dem Forschungsstipendium, das künftig jährlich vergeben werden soll, ist ein Aufenthalt an der Forschungsstelle Antiziganismus der Ruperto Carola verbunden. Es wird von der Manfred Lautenschläger-Stiftung gefördert und ist nach dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, benannt.

Art der Förderung

Fördersumme in Höhe von 20.000 Euro

Voraussetzungen

Zielgruppe sind besonders begabte und engagierte Forscherinnen und Forscher aus den Ländern der Europäischen Union:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium
  • Überdurchschnittlicher Studienabschluss (Doktorandenstipendium) bzw. überdurchschnittliche Promotion oder Habilitation (Postdoktorandenstipendium)

Es gibt je nach individueller Bewerbung zwei Varianten für das Stipendium:

  • Doktorandenstipendium zur Vorbereitung, Erstellung oder zum Abschluss der Promotion. Die Laufzeit beträgt 12 Monate, die Höhe der Förderung 1.666 € monatlich.
  • Postdoktorandenstipendium zur Entwicklung des wissenschaftlichen Profils nach der Promotion. Die Laufzeit beträgt 8 Monate, die Höhe der Förderung 2.500 € monatlich. Bewerben können sich auch habilitierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Bewerbung

Die Bewerberinnen und Bewerber werden aufgefordert, ein selbst gewähltes Forschungsthema vorzustellen. Die Auswahl erfolgt durch eine Kommission der Forschungsstelle. Das Thema soll einen Bezug zur Antiziganismusforschung oder zu einem verwandten Feld (z. B. Rassismus- oder Minderheitenforschung) aufweisen. Interdisziplinäre Ansätze sind ausdrücklich erwünscht.
Das Forschungsstipendium ist an einen Aufenthalt in Heidelberg gebunden. Die Forschungsstelle Antiziganismus stellt einen mit PC ausgestatteten Arbeitsplatz zur Verfügung. Die Stipendiatin oder der Stipendiat hat die Möglichkeit, zusätzlich die Fachbibliothek des ebenfalls in Heidelberg ansässigen Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma zu nutzen und vom Netzwerk vor Ort, insbesondere vom Austausch mit den anderen Forschenden, zu profitieren. Die Organisation von Anreise und Unterkunft liegt in der Eigenverantwortung der Stipendiatin oder des Stipendiaten; die dafür notwendigen Mittel sind in der Fördersumme bereits enthalten.

Wir erbitten eine Skizze von drei Seiten, in der Inhalt und Zielsetzung des Forschungsprojekts dargelegt werden. Eine Übersicht zum bisherigen Studienverlauf und zu den Studienabschlüssen sowie ein tabellarischer Lebenslauf sind beizufügen.

Bewerbungen mit den genannten Unterlagen werden per Mail in einem einzigen PDF-Dokument (ohne Anhänge) erbeten an den Wissenschaftlichen Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus Dr. Frank Reuter, frank.reuter@zegk.uni-heidelberg.de.

Bewerbungsfrist:
Zur aktuellen Bewerbungsfrist informieren Sie sich bitte auf der unter "Ansprechpartner" angegebenen Website.

Weitere Informationen

Förderungskategorien

  • Forschungsprojekte

Zielregionen

  • Deutschland
  • Europa

Bildungsphase

  • Promotion

Geförderte Fachrichtungen

  • allgemein: Gesellschafts- und Sozialwissenschaften
  • Gesellschafts- und Sozialwissenschaften: Politikwissenschaft, Politologie
  • Gesellschafts- und Sozialwissenschaften: Sozialwissenschaften, Soziologie
  • Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung: Germanistik
  • Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung: Geschichtswissenschaft
  • Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung: Jüdische Studien, Judaistik
  • Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung: Kulturwissenschaften
  • Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung: Kunst, bildende
  • Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung: Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft
  • Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung: Medien
  • Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung: Philosophie
  • Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung: Literatur

Kontakt

Universität Heidelberg, Historisches Seminar, Forschungsstelle Antiziganismus
Haupststr. 216
69117 Heidelberg

Telefon: +49 6221 54-37700
E-Mail:
Internet: www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/philosophie/zegk/histsem/forschung/Forschungsstelle_Antiziganismus.html

Ansprechpartner

Frank Reuter
Telefon: +49 6221 54-37700
E-Mail:
Internet: www.hsozkult.de/grant/id/stipendien-18399

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