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Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung Marburg – Institut der Leibniz-Gemeinschaft

Stipendium Internationale Sommerschule 2018 "Polesien als Interventionslandschaft"

Allgemein

Die Natur- und Geschichtslandschaft Polesien ist eine der letzten großen Auwald- und Sumpflandschaften Europas im Grenzgebiet der Belarus und der Ukraine. Im 20. Jahrhundert fanden hier gewaltige Transformationen von Landschaft und Lebenswelten statt. Polesien war Schauplatz von zwei Weltkriegen, von Genoziden, von umfassenden Zentralisierungs- und Modernisierungskampagnen der jeweils herrschenden Mächte. Seit den 1930er Jahren wurden hier immer wieder Versuche unternommen, die Sümpfe entlang des Flusses Prypjat trockenzulegen. Seit den 1970er Jahren wandelte die Sowjetunion den ukrainischen Teil Polesiens in eine Energielandschaft um und errichtete drei große Kernkraftwerke mit der dazugehörigen Infrastruktur. Eines davon, Tschernobyl, ist 1986 zum globalen Symbol der modernen transnationalen „Risikogesellschaft“ und der Bedrohung durch „Risikotechnologien“ geworden.

Die Veranstalter wollen während der Sommerschule gemeinsam mit den Teilnehmenden und Experten aus Belarus und der Ukraine die (Natur-)Landschaft Polesiens als dynamischen ökologischen, politischen, soziokulturellen und wirtschaftlichen Raum erkunden. Das Alltagsleben rückt dabei ebenso in den Fokus wie das Verhältnis von Staat, Bevölkerung, Natur und Technik. Dies soll an drei Orten beispielhaft erforscht werden: Pinsk im belarussischen und Warasch/Kusnezowsk im ukrainischen Teil Polesiens, sowie Kiew.

Die Sommerschule bietet Vorträge, Exkursionen und praktisch ausgerichtete Seminare. Die Teilnehmenden erhalten vor Antritt der Reise einen umfassenden Reader mit einschlägiger Literatur zu den behandelten Themenschwerpunkten.

Alle Informationen rund um die Sommerschule finden Sie auf der Webseite: https://wordpress.com/view/sommerschulepolesien2018.wordpress.com bzw. in englischer Sprache https://wordpress.com/view/polesiasummerschool.wordpress.com

Art der Förderung

Für vollimmatrikulierte Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler besteht die Möglichkeit, ein Stipendium für die Teilnahme an der Sommerschule zu erhalten. Das Stipendium deckt die Teilnahmegebühren und in begründeten Fällen einen Reisekostenzuschuss ab.

Voraussetzungen

Um ein Stipendium können sich Studierende und Postgraduierte bewerben, die an einer ordentlichen Hochschule oder Universität immatrikuliert sind.

Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt auf der Grundlage der Qualität der eingereichten Motivationsschreiben und des Lebenslaufs.

Bewerbung

Interessenten für die Teilnahme an der Sommerschule bewerben sich bitte mit folgenden Unterlagen:

  • Motivationsschreiben (1-2 Seiten)
  • Tabellarischer Lebenslauf (1 Seite)

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen in deutscher, englischer, ukrainischer oder russischer Sprache als pdf-Datei an die Koordinatorin der Sommerschule, Frau Dr. Silke Fengler: silke.fengler@herder-institut.de

Bewerbungsfrist: 15.06.2018

Weitere Informationen

Förderungskategorien

  • Sach- und Reisekosten

Zielregionen

  • Osteuropa

Bildungsphase

  • Studium
  • Promotion

Angestrebter Abschluss

  • Master
  • Diplom
  • Staatsexamen

Geförderte Fachrichtungen

  • alle Fachrichtungen

Kontakt

Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung Marburg – Institut der Leibniz-Gemeinschaft
Gisonenweg 5-7
35037 Marburg


E-Mail:
Internet: www.herder-institut.de

Ansprechpartner

Silke Fengler
E-Mail:
Internet: www.herder-institut.de

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