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Heinrich-Böll-Stiftung

Promotionsförderung

Allgemein

Die grüne Heinrich-Böll-Stiftung fördert jährlich rund 1000 Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen aus dem In- und Ausland. 2010 wurden etwa 225 Stipendiatinnen und Stipendiaten neu in die Förderung aufgenommen, die aus annähernd 2.100 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt wurden. Seit 1991 engagiert sich die Stiftung in der Nachwuchsförderung und hat inzwischen einen weltweites Netz aus rund 2.500 ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten aufgebaut.

Die Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt junge Menschen insbesondere in ihrer überfachlichen Qualifizierung, bei ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung sowie in der politischen Reflexion und Partizipation. Vor diesem Hintergrund räumt die Stiftung ihren Stipendiatinnen und Stipendiaten vielfältige Mitsprachemöglichkeiten ein. Ziel ist es, zukünftige Fach- und Führungskräfte zu fördern, die nicht nur leistungsorientiert sind, sondern auch verantwortungsbewusst und sozial, interkulturell und gender-kompetent sind, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und sich als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren weltweit für die politischen Grundwerte der Stiftung - Demokratie, Ökologie, Solidarität und Gewaltfreiheit - einsetzen.

Die Heinrich-Böll-Stiftung versteht Nachwuchsförderung als Beitrag zur Förderung der demokratischen Kultur. Die Stiftung verbindet den Leistungsgedanken mit Chancengerechtigkeit: Sowohl Frauen als auch Menschen mit Migrationshintergrund gehören daher zu den besonderen Zielgruppen. Regionale Förderschwerpunkte setzt das Studienwerk in Ostdeutschland, in Osteuropa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), im Nahen Osten und in Konfliktregionen weltweit.

Sie können sich mit einem aussagekräftigen Exposé i.d.R. zum 1. September d. J. (deutsche Promovierende und Bildungsinländer_innen) oder zum 1. März (ausländische Promovierende) bewerben.

Art der Förderung

Deutsche Promovenden und Bildungsinländer_innen erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von 1050 Euro plus 100 Euro Forschungskostemzulage monatlich. Ausländische Promovierende bekommen ein Stipendium vom 1.000€ / Monat plus Zulagen.

Neben der finanziellen Förderung im In- und Ausland bietet das Studienwerk seinen Stipendiatinnen und Stipendiaten ein ideelles Förderungsprogramm, das sich am "Leitbild zur Nachwuchsförderung der Heinrich-Böll-Stiftung" orientiert und im Wesentlichen aus drei Kernelementen zusammensetzt:

1. Begleitprogramm
Das umfangreiche Begleitprogramm für Stipendiatinnen und Stipendiaten besteht aus rund 80 Einzelveranstaltungen im Jahr zur politischen Bildung, zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen, zur Karriereplanung, zur Vernetzung und zum überfachlichen interdisziplinären Austausch. Dazu gehören mehrere Großveranstaltungen, wie die einwöchige Sommerakademie "Campus", die beiden einführenden Seminare "Ansichten einer Stiftung" sowie das Promovierendenforum und das Vernetzungstreffen der Ehemaligen "Alumni Salon". Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen der politischen Bildungsarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin und in den Landesstiftungen, an denen Stipendiatinnen und Stipendiaten teilnehmen können. Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung wie Gender- und Diversitytrainings runden das Angebot ab.

2. Beratungsangebot
Das individuelle Beratungsangebot durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Studienwerks bezieht sich vor allem auf die Planung des Studiums, das Promotionsprojekt, Auslandsaufenthalte und die berufliche Orientierung. Doch auch Fachreferentinnen und -referenten der Heinrich-Böll-Stiftung aus anderen Abteilungen und einige der rund 250 Vertrauensdozentinnen und -dozenten stehen beratend zur Seite. Zudem wurde kürzlich das Mentoringprogramm "Grün vernetzt" aufgelegt.

3. Vernetzungs- und Kontaktinitiativen
Diese Initiativen umfassen sowohl Treffen der Stipendiatinnen und Stipendiaten untereinander und mit Ehemaligen als auch den Austausch mit ehrenamtlich Engagierten der Stiftung und aus dem Umfeld, wie den Förderkreis "Freundinnen und Freunde" oder die Mitgliederversammlung. Außerdem unterhält das Studienwerk ein Intranet und vermittelt darüber hinaus Praktika-Angebote und Kontakte zu den 16 Landesstiftungen und 27 Auslandsbüros der Heinrich-Böll-Stiftung.

Voraussetzungen

Die Heinrich-Böll-Stiftung fördert Studierende und Graduierte aller Fachrichtungen und Nationalitäten, in Universitäten und Fach-/ Hochschulen, in allen Bundesländern. Sie erwartetet von ihren StipendiatInnen hervorragende Studien- bzw. wissenschaftliche Leistungen, gesellschaftspolitisches Engagement und eine aktive Auseinandersetzung mit den Grundwerten der Stiftung: Ökologie, Gewaltfreiheit, Solidarität und Demokratie. Leistung machen wir nicht allein an Noten fest: Wir interessieren uns für das Potenzial junger Menschen gemessen an ihrem Vermögen und im Kontext ihrer Biografie

Besondere (aber nicht alleinige) Schwerpunkte der Förderung sind:

  • Promovierende mit Migrationshintergrund und aus nichtakademischen Elternhäusern
  • Frauen in den Fächern, in denen sie unterrepräsentiert
  • Promovierende in den MINT-Fächern, in Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Kunst und jene, die zu Schwerpunktthemen der Stiftung arbeiten

Das Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung vergibt Stipendien an deutsche und ausländische Promovierende nach den Richtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie des Auswärtigen Amtes (AA).

Für deutsche Bewerber/innen, EU-Angehörige und Bildungsinländer/innen (Förderung aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung) gilt:

  • Zulassung: Bewerber/innen um ein Promotionsstipendium müssen an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland oder im Ausland die Voraussetzungen für die Zulassung zur Promotion erworben haben. Sie müssen zudem von einer Hochschule in Deutschland bzw. im EU-Ausland zur Promotion zugelassen sein.
  • Dauer der Förderung: Die Dauer der Förderung beträgt in der Regel zwei Jahre Grundförderzeit zzgl. Verlängerungsmöglichkeiten um max. zweimal ein halbes Jahr.

Für ausländische Bewerber/innen aus Nicht-EU-Ländern (Förderung aus Mitteln des Auswärtigen Amts) gilt:

  • Zulassung: Bewerber/innen müssen die Voraussetzungen für die Zulassung zur Promotion erworben haben und zudem von einer Hochschule in Deutschland zur Promotion zugelassen sein. Bei allen Bewerber_innen werden gute Kenntnisse der deutschen Sprache vorausgesetzt.

Bewerbung

Zweimal jährlich führen wir Bewerbungsverfahren durch. Bewerbungsfristen sind jeweils zum 1. März und 1. September. Wir akzeptieren ausschließlich online-Bewerbungen. Unser Online-Portal öffnet ca. 6 Wochen vor Ablauf der Bewerbungsfrist.

Bewerbungsfrist: jeweils zum 01.03. und 01.09. eines jeden Jahres.

Weitere Informationen

Förderungskategorien

  • Allgemeine Förderung (Lebenshaltungskosten)
  • Sach- und Reisekosten

Zielregionen

  • Deutschland
  • Europa

Bildungsphase

  • Studium
  • Promotion

Angestrebter Abschluss

  • alle Bildungsabschlüsse

Geförderte Fachrichtungen

  • alle Fachrichtungen

Kontakt

Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8
10117 Berlin

Telefon: +49 30 28 534-400
Telefax: +49 30 28 534-409
E-Mail:
Internet: www.boell.de

Ansprechpartner

Iris Längert
Telefon: +49 30 28534-400
E-Mail:
Internet: www.boell.de/de/stiftung/stipendien

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