Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Hanns-Seidel-Stiftung

Journalistisches Förderprogramm für Stipendiaten, JFS

Allgemein

Das Förderungswerk der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch ideelle und finanzielle Förderung zur Erziehung eines persönlich und wissenschaftlich hochqualifizierten Akademikernachwuchses beizutragen.

Zielgruppe sind Studenten, Studienanfänger und Doktoranden, die überdurchschnittliche Schul- und Studienleistungen erbringen und gleichzeitig gesellschaftspolitisch engagiert sind. Sowohl eine Mitarbeit im sozialen Bereich, in der offenen oder konfessionellen Jugendarbeit, in studentischen Organisationen als auch im parteipolitischen Umfeld wird als solches Engagement anerkannt.

Unsere Stipendiaten sollen zu fachlich kompetenten und gleichzeitig verantwortungsbewussten Staatsbürgern heranreifen, die von ihrem christlich-sozialen Werteverständnis ausgehend kritisch und konstruktiv zur Ausgestaltung und zum Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres Landes beitragen.

Journalistisch talentierten Studenten an Universitäten und Fachhochschulen bieten wir neben der finanziellen Förderung ein studienbegleitendes Ausbildungsprogramm (Journalistisches Förderprogramm für Stipendiaten, JFS), das sie auf eine spätere Tätigkeit im Medienbereich vorbereitet. Praxisbezogene Veranstaltungen sollen mit dem nötigen "journalistischen Handwerkszeug" in den Sparten Redaktion/Zeitungs- und Bildjournalismus sowie Hörfunk- und Fernsehjournalismus (auch Sprecherziehung/Phonetik) ausrüsten und Fachtagungen fundierte Kenntnisse über Entwicklungen in der Medienlandschaft vermitteln. In Gesprächskreisen können Kontakte für den späteren Berufseinstieg geknüpft werden.

Art der Förderung

Die Höhe des Stipendiums richtet sich nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen des Unterhaltsverpflichteten. Absolventen des zweiten Bildungsweges werden elternunabhängig gefördert. Ein Rechtsanspruch auf die genannten Leistungen besteht nicht. Das Stipendium muss nicht zurückgezahlt werden.

Die finanzielle Förderung wird durch eine ideelle Förderung ergänzt, in die sich der Stipendiat aktiv einbringen muss.

Jeder Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung ist Mitglied einer an seinem Studienort bestehenden Hochschulgruppe, die von einem Vertrauensdozenten betreut wird. Er ist verpflichtet, an den von der Gruppe organisierten Veranstaltungen teilzunehmen, die politische Informationsveranstaltungen, kulturelle Angebote sowie Diskussionsrunden mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens etc. umfassen.

Daneben bietet das Institut für Begabtenförderung Seminare zu allgemeinen und aktuellen Themen vorwiegend aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur an. Auf diesen Veranstaltungen sollen sich die Stipendiaten mit den Grundlagen der staatlichen Ordnung und den Grundzügen unseres gesellschaftlichen Systems auseinandersetzen.

Für die Stipendiaten des JFS-Programms ist während des ersten Jahrs der Förderung der Besuch der JFS-Printakademie und der JFS-Hörfunkakademie verpflichtend. Im zweiten Jahr der Förderung müssen die JFS-Fernsehakademie und ein JFS-Projektseminar besucht werden. Im weiteren Verlauf der Förderung müssen jährlich zwei mehrtägige Veranstaltungen des Instituts für Begabtenförderung besucht werden, davon mindestens ein JFS-Projektseminar. Im Laufe der gesamten Förderung ist die Teilnahme an einem Fachforum der entsprechenden Studienrichtung oder dem Fachforum Medien verpflichtend. Zudem wird die Teilnahme an einer Veranstaltung zu einem gesellschaftspolitisch relevanten Thema (kein Praxisseminar) des Studienförderungsprogramms außerhalb des JFS-Bereichs erwartet.

Voraussetzungen

Antragsberechtigt für ein Stipendium bei der Hanns-Seidel-Stiftung sind deutsche Studenten und Bildungsinländer (§ 8 BAföG) aller Fachrichtungen, die als ordentlich Studierende an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule immatrikuliert sind.

Ebenso antragsberechtigt sind Graduierte, deren Persönlichkeit und Begabung eine besondere wissenschaftliche Leistung in der Promotion und einen bedeutsamen Beitrag zur Forschung erwarten lassen.

Von unseren Bewerbern erwarten wir

  • überdurchschnittliche Schul-/Studienleistungen
  • Engagement im politischen, kirchlichen oder sozialen Umfeld
  • eine persönliche Eignung: Staatsbürgerliches Verantwortungsbewusstsein, politische Aufgeschlossenheit und ein Bejahen der Ziele der Hanns-Seidel-Stiftung

Bewerbung

Wie bei allen Auswahlprogrammen des Instituts für Begabtenförderung sollen einerseits die Persönlichkeit, die Begabung und die bisherigen Leistungen der Bewerber einen überdurchschnittlichen Studienabschluss erwarten lassen. Andererseits werden von ihnen staatsbürgerliches Verantwortungsbewusstsein und politische Aufgeschlossenheit sowie Engagement in politischen, kirchlichen oder sozialen Organisationen erwartet.

Bei der Auswahltagung des "Journalistisches Förderprogramms für Stipendiaten" muss sowohl ein schriftlicher als auch ein mündlicher Teil absolviert werden:

Zu Beginn steht ein ein einstündiger schriftlicher Test zum Allgemeinwissen.

Dem schriftlichen Teil schließt eine Gruppendiskussion an. Die Bewerber müssen hierbei beweisen, dass sie in der Lage sind, in einem demokratischen Prozess aus einer vorgegebenen Auswahl aktueller gesellschaftspolitischer Themen ein Diskussionsthema für alle Gruppenmitglieder auszuwählen und sachgemäß und bildungspolitisch verantwortungsvoll zu diskutieren. Dabei werden neben argumentativen Aspekten auch die "Soft Skills" wie zum Beispiel Integrationsfähigkeit, Sozialverhalten, Teamfähigkeit durch die Auswahlausschussmitglieder beobachtet.

Das Auswahlverfahren schließt mit einem Einzelgespräch ab. Hier findet ein persönlicher Informationsaustausch sowie fachlicher Test zwischen dem Bewerber und den Prüfern statt. Das Einzelgespräch dauert etwa eine halbe Stunde. Der Auswahlausschuss arbeitet in einzelnen Prüfergruppen, die mit jeweils drei qualifizierten Wissenschaftlern besetzt sind. Bei den Prüfern werden auch Altstipendiaten eingesetzt, die bereits erfolgreich ihre Studienförderung abgeschlossen haben und in führenden Positionen von Wirtschaftsunternehmen, Politik, Sozialwesen und Medien arbeiten.

Weitere Informationen

Förderungskategorien

  • Allgemeine Förderung (Lebenshaltungskosten)
  • Ideelle Förderung

Zielregionen

  • Deutschland

Bildungsphase

  • Studium

Angestrebter Abschluss

  • Bachelor
  • Master

Geförderte Fachrichtungen

  • alle Fachrichtungen

Kontakt

Hanns-Seidel-Stiftung
Lazarettstrasse 33
80636 München

Telefon: +49 89 1258-0
Telefax: +49 89 1258-356
E-Mail:
Internet: www.hss.de

Ansprechpartner

Isabel Küfer
Telefon: +49 89 1258-354
Telefax: +49 89 1258-403
E-Mail:
Internet: www.hss.de/stipendium

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