Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Hanns-Seidel-Stiftung

Promotionsförderung

Allgemein

Das Förderungswerk der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch ideelle und finanzielle Förderung zur Erziehung eines persönlich und wissenschaftlich hochqualifizierten Akademikernachwuchses beizutragen.

Zielgruppe sind Studenten, Studienanfänger und Doktoranden, die überdurchschnittliche Schul- und Studienleistungen erbringen und gleichzeitig gesellschaftspolitisch engagiert sind. Sowohl eine Mitarbeit im sozialen Bereich, in der offenen oder konfessionellen Jugendarbeit, in studentischen Organisationen als auch im parteipolitischen Umfeld wird als solches Engagement anerkannt.

Unsere Stipendiaten sollen zu fachlich kompetenten und gleichzeitig verantwortungsbewussten Staatsbürgern heranreifen, die von ihrem christlich-sozialen Werteverständnis ausgehend kritisch und konstruktiv zur Ausgestaltung und zum Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres Landes beitragen.

Das Promotionsstipendium wird zunächst für die Dauer eines Jahres gewährt. Eine Verlängerung der Förderung kann grundsätzlich beantragt werden. Vor der Entscheidung über eine Weiterförderung wird durch eine Leistungskontrolle festgelegt, ob diese gerechtfertigt ist. Die Förderung endet im Regelfall nach zweieinhalb Jahren.

Art der Förderung

Die Hanns-Seidel-Stiftung versteht sich als Bildungsinstitution, die in ihrem Institut für Begabtenförderung seit 1982 begabte und gleichzeitig gesellschaftliche engagierte Doktoranden fördert.

Die Höhe des Stipendiums richtet sich nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen des Unterhaltsverpflichteten. Absolventen des zweiten Bildungsweges werden elternunabhängig gefördert. Ein Rechtsanspruch auf die genannten Leistungen besteht nicht. Das Stipendium muss nicht zurückgezahlt werden.

Die finanzielle Förderung wird durch eine ideelle Förderung ergänzt, in die sich der Stipendiat aktiv einbringen muss.

Der Förderungshöchstsatz bei den Promotionsstipendien liegt ab dem 01.09.2016 bei monatlich 1.350 € zuzüglich einer Forschungskostenpauschale von 100 €. Zusätzlich zum Grundstipendium kann ein Familienzuschlag in Höhe von 155 € im Monat gezahlt werden, wenn mindestens für ein im Haushalt lebendes Kind das Personensorgerecht besteht.

"Kinderleichte Promotion": Doktorandinnen und Doktoranden können für Kinder und Pflegekinder i. S. des § 32 Abs. 1 EStG bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres auf Antrag eine Kinderzulage in Form einer monatlichen Pauschale von 155 € beziehen. Für jedes weitere Kind erhöht sich die Pauschale um je 50 € bis maximal 255 € monatlich.

"Zeit gegen Geld": Anstelle einer Verlängerung des Förderzeitraumes können auf Grund von Kinderbetreuung oder Schwangerschaft Geldzahlungen bis zur Höhe der zu erwartenden Stipendienleistung beantragt werden, um die zusätzliche Betreuung des Kindes in wichtigen Phasen des Studiums (z. B. Examen, Auslandspraktikum) zu ermöglichen. Die familienbezogene Verwendung der Zuwendungen muss nachgewiesen werden.

Jeder Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung ist Mitglied einer an seinem Studienort bestehenden Hochschulgruppe, die von einem Vertrauensdozenten betreut wird. Er ist verpflichtet, an den von der Gruppe organisierten Veranstaltungen teilzunehmen, die politische Informationsveranstaltungen, kulturelle Angebote sowie Diskussionsrunden mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens etc. umfassen.

Daneben bietet das Institut für Begabtenförderung Seminare zu allgemeinen und aktuellen Themen vorwiegend aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur an. Auf diesen Veranstaltungen sollen sich die Stipendiaten mit den Grundlagen der staatlichen Ordnung und den Grundzügen unseres gesellschaftlichen Systems auseinandersetzen.
Stipendiaten, die ein Promotionsstipendium erhalten, müssen an einer Promotionsfachtagung teilnehmen. Im Laufe der Förderung sind zudem jährlich mindestens zwei mehrtägige Veranstaltungen zu besuchen.

Voraussetzungen

Antragsberechtigt für ein Stipendium bei der Hanns-Seidel-Stiftung sind deutsche Studenten und Bildungsinländer (§ 8 BAföG) aller Fachrichtungen, die als ordentlich Studierende an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule immatrikuliert sind.

Ebenso antragsberechtigt sind Graduierte, deren Persönlichkeit und Begabung eine besondere wissenschaftliche Leistung in der Promotion und einen bedeutsamen Beitrag zur Forschung erwarten lassen.

Von unseren Bewerbern erwarten wir

  • überdurchschnittliche Schul-/Studienleistungen
  • Engagement im politischen, kirchlichen oder sozialen Umfeld
  • eine persönliche Eignung: Staatsbürgerliches Verantwortungsbewusstsein, politische Aufgeschlossenheit und ein Bejahen der Ziele der Hanns-Seidel-Stiftung

Bewerbung

Die aus einer großen Bewerberzahl ausgewählten Doktoranden treten vor einem unabhängigen Prüfungsausschuss an, um diesen von sich zu überzeugen und sie für die Vergabe eines Stipendiums zu gewinnen.

Die Stipendienbewerber kommen aus verschiedenen Fachbereichen und haben im Rahmen eines einstündigen Prüfungsgesprächs die Möglichkeit, den Prüfungsausschuss von ihrer fachlichen Qualifikation, ihrer persönlichen Eignung und von ihrem gesellschaftlichen Engagement zu überzeugen.

In der Regel ist die Mehrzahl der Bewerber erfolgreich und erhält für einen Zeitraum von etwa zweieinhalb Jahren ein Begabtenstipendium, das ihnen ermöglicht, zielstrebig ihr Promotionsziel zu erreichen und gleichzeitig als Bildungsmultiplikatoren aktiv an der Ausgestaltung unserer freiheitlich-demokratischen Ordnung mitzuarbeiten.

Es gelten folgende Bewerbungsschlusstermine:

  • 15. Januar und 15. Juli

Bewerbungsfrist: jeweils zum 15.01. und 15.07. eines jeden Jahres.

Weitere Informationen

Förderungskategorien

  • Allgemeine Förderung (Lebenshaltungskosten)
  • Forschungsprojekte
  • Ideelle Förderung

Zielregionen

  • Deutschland

Bildungsphase

  • Promotion

Angestrebter Abschluss

  • Interne Promotion
  • Externe Promotion

Geförderte Fachrichtungen

  • alle Fachrichtungen

Kontakt

Hanns-Seidel-Stiftung
Lazarettstrasse 33
80636 München

Telefon: +49 89 1258-0
Telefax: +49 89 1258-356
E-Mail:
Internet: www.hss.de

Ansprechpartner

Dr. Rudolf Pfeifenrath
Telefon: +49 89 1258-302
Telefax: +49 89 1258-403
E-Mail:
Internet: www.hss.de/stipendium/

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