Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Aufarbeitung der SED-Diktatur: Stipendienprogramm

Allgemein

Die Bundesstiftung Aufarbeitung vergibt jährlich bis zu acht Stipendien an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sich in ihrer Dissertation mit der Geschichte der kommunistischen Diktatur in der DDR sowie mit der deutschen und europäischen Teilungsgeschichte auseinandersetzen.

Art der Förderung

Welche Projekte werden gefördert?
Promotionsvorhaben, die sich den Ursachen oder den Folgen der Diktatur in SBZ und DDR widmen. Ausdrücklich begrüßt werden Vorhaben, die die Zeit der Teilung in gesamtdeutscher Perspektive ausleuchten oder die ostdeutsche Nachkriegsentwicklung in der europäischen Geschichte und dabei insbesondere in der Geschichte des Ostblocks verorten. Unterstützt werden können auch Dissertationen zur Geschichte des deutschen oder internationalen Kommunismus, die zum Beispiel einen Bogen von den 1920er Jahren bis in die Nachkriegszeit schlagen und die dazu geeignet sind, politische, institutionelle und/oder biographische Kontinuitätslinien aufzuzeigen. Wir wollen angehende Doktoranden dazu anregen, sich verstärkt mit den Folgen der Diktaturen in SBZ und DDR sowie in Ostmitteleuropa zu befassen und dabei die Transformationsgeschichte in den Blick zu nehmen. Stipendiaten könnten auch die Zäsur von 1989/90 in ihren Forschungen überschreiten und die späten 1980er-Jahre zum Ausgangspunkt ihrer Fragen an die Entwicklung seit 1990 nehmen.

Wie hoch ist die Förderung?
Die Höhe der Stipendiensätze und Zuschläge richtet sich nach den Fördersätzen der dem Bundesministerium für Bildung und Forschung angeschlossenen Förderwerke (derzeit 1.350,- Euro monatlich für Promovierende). Stipendien werden zunächst für ein Jahr vergeben. Sie können jedoch durch ein formloses Anschreiben zwei Mal verlängert werden, die maximale Förderdauer sind drei Jahre.

Voraussetzungen

Wer kann sich bewerben?
Hochschulabsolventinnen und –absolventen aller in Frage kommenden Fachgebiete. Der Antrag und die Dissertation müssen in deutscher Sprache verfasst werden. Doktoranden und Doktorandinnen aus dem Ausland müssen außerdem eine Bestätigung von einer inländischen Einrichtung einreichen, die ihre fachliche Betreuung zusichert.

Wer entscheidet über die Vergabe der Stipendien?
Über die Vergabe der Stipendien entscheidet der Stiftungsvorstand auf Grundlage der Empfehlungen des Fachbeirates Wissenschaft der Bundesstiftung Aufarbeitung. Auch die eingeholten Gutachten dienen der Entscheidungsfindung. Wichtig sind die wissenschaftliche Bedeutung und Originalität des Vorhabens, die Qualifikation des Antragstellers sowie die Anlage und Schlüssigkeit des Arbeitsplans. Auch die plausible Begrenzung der Thematik, eine angemessene Methodenwahl, die Berücksichtigung des Forschungsstandes, die Darlegung der Quellengrundlage und die Durchführbarkeit des Vorhabens in der vorgesehenen Zeit spielen eine wesentliche Rolle.

Bewerbung

Antragsfrist
Bewerbungen für ein Stipendium können bis zum 15. Januar und zum 15. Juli eines jeden Jahres eingereicht werden. Über die Vergabe wird in aller Regel innerhalb von drei Monaten nach Antragsschluss entschieden. Das Stipendium sollte nach der Vergabe möglichst zeitnah, spätestens jedoch innerhalb eines halben Jahres aufgenommen werden.

Antragstellung
Bitte informieren Sie sich auf der unter "Ansprechpartner" angegebenen Website zu den erforderlichen Unterlagen für die Antragstellung.
 

Bewerbungsfrist: jeweils zum 15.01. und 15.07. eines jeden Jahres.

Weitere Informationen

Förderungskategorien

  • Allgemeine Förderung (Lebenshaltungskosten)

Zielregionen

  • Deutschland

Bildungsphase

  • Promotion

Angestrebter Abschluss

  • Master

Geförderte Fachrichtungen

  • allgemein: Gesellschafts- und Sozialwissenschaften
  • allgemein: Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
  • allgemein: Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung

Kontakt

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Telefon: +49 30 3198 95-0
Telefax: +49 30 3198 95-210
E-Mail:
Internet: www.stiftung-aufarbeitung.de

Ansprechpartner

Dr. Ulrich Mählert
Telefon: +49 30 319895-207
Telefax: +49 30 319895 224
E-Mail:
Internet: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/foerderung/foerderprogramme/stipendien

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