August Hoff-Stipendium für kunsthistorische Forschung
Mit Beginn des Jahres 1994 nahm LETTER Stiftung ihre vorrangig operative Tätigkeit auf. Zweck von LETTER Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur einschließlich der damit verbundenen Aspekte von Wissenschaft und Forschung und die Förderung Bildender Künstler und ihrer Werke durch die Sammlung, Erhaltung und Pflege sowie die Präsentation künstlerischer Zeugnisse, ferner durch deren wissenschaftliche Dokumentation, Erforschung und Veröffentlichung.
Generelle Aufgabe ist die Beschäftigung mit bislang eher unbekannten Künstlern und Kunstwerken. Inhaltliche Schwerpunkte bilden dabei - jeweils für den deutschsprachigen Raum - die Bildhauerei zwischen etwa 1780 und 1930, darunter auch die Kunst des Kleinreliefs (Medaillen und Plaketten), sowie Graphik um 1900.
Die Forschungsstelle bietet angehenden Kunsthistorikern parallel zum Universitätsstudium die Möglichkeit zur berufsvorbereitenden Mitarbeit in vielen Bereichen des Stiftungswesens, der Forschung, Publikation und Ausstellungstätigkeit.
In EDV-gestützten Dokumentationen werden die Bestände der stiftungseigenen Bibliothek erfaßt, ferner Archivmaterialien und Objekte der Kunstsammlung. In Zusammenarbeit mit öffentlich-rechtlichen Instituten, denen Objekte der Kunstsammlung als Leihgaben bzw. Dauerleihgaben zur Verfügung stehen, werden Ausstellungen und Publikationen realisiert.
In der Reihe der LETTER Schriften erscheinen Veröffentlichungen vorrangig zur Bildhauerei und künftig auch zur Graphik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Druckgraphisch tätigen Künstlern steht die im Münsterland gelegene LETTER Presse mit allen Einrichtungen der klassischen Künstlerdrucktechniken zu Arbeitsaufenthalten zur Verfügung. LETTER Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im International Council of Museums (ICOM) und im Deutschen Verein für Kunstwissenschaft.
Die Stiftung vergibt bislang den Ludwig Gies-Preis für Kleinplastik und das August Hoff-Stipendium für kunsthistorische Forschung:
In Erinnerung an den Kunsthistoriker Prof. Dr. August Hoff (1892-1971), bis zu seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten Direktor des Duisburger Museumsvereins - des späteren Wilhelm-Lehmbruck-Museums - und nach 1945 Direktor der Kölner Werkschulen im Wiederaufbau, errichtete LETTER Stiftung das August Hoff-Stipendium für kunsthistorische Forschung.
Es dient der Förderung wissenschaftlicher Arbeiten zu Künstlern und kunsthistorischen Zusammenhängen, die oftmals bislang kein besonderes Interesse der Kunstgeschichtswissenschaft fanden. Vorzugsweise werden Forschungsvorhaben gefördert, die mit den Schwerpunktinteressen von LETTER Stiftung zur Bildhauerei zwischen etwa 1780 und 1930 und zur Graphik um 1875 bis 1930 korrespondieren. Die Förderung kann wahlweise auch durch Vergabe eines August Hoff-Preises für kunsthistorische Forschung erfolgen.
Stipendiaten werden durch zeitlich befristete Zuwendungen gefördert, um eine bereits begonnene oder eine geplante Forschungsarbeit zu einem publikationsreifen Abschluß zu führen. Auch die Publikation selbst kann - als August Hoff-Preis für kunsthistorische Forschung - gefördert werden. Stipendien können in unregelmäßigen Zeitabständen und auch zu mehreren zeitlich parallel vergeben werden. Ihre Ausgestaltung richtet sich nach den jeweiligen Erfordernissen.
Anträge auf Förderung können nur im Rahmen der genannten Stiftungsaktivitäten erfolgen. Eine komplementäre Fördermöglichkeit - etwa als Zuschuß zu Projekt-, Erwerbungs- oder Drucklegungskosten - besteht ebensowenig wie ein Rechtsanspruch der Begünstigten auf Leistungen der Stiftung.
(Angehende) Kunsthistoriker können sich formlos unter Vorlage eines Exposés bewerben oder durch LETTER Stiftung, deren Vorstand über die Vergabe von Stipendien entscheidet, zur Bearbeitung einzelner Themen motiviert werden. Ein Rechtsanspruch der Begünstigten auf Leistungen der Stiftung besteht nicht.
LETTER Stiftung
Wieselweg 4
50996 Köln
Telefon: +49 2236 96 226-0
Telefax: +49 2236 96226-30
Internet: http://www.letter-stiftung.de
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